VfL gegen Hannover

Es gibt beim Fußball Niederlagen, die sieht man irgendwie ein. Der Gegner war besser, hat ein gutes Spiel gemacht und dann muss man es halt anerkennen, dass die anderen verdient gewonnen haben.

Und es gibt die Niederlage von Bochum in Hannover! Ich habe selten ein Fußballspiel gesehen, das so eindeutig von einer Mannschaft (Bochum) dominiert und dann aber trotzdem von der anderen Mannschaft (Drecksverein) gewonnen wurde.

Der VfL hatte vier, fünf gute Chancen in der ersten Halbzeit, hatte das Spiel komplett im Griff. Und dann - wahrscheinlich hätte ich meine Fresse halten sollen, statt zu meinem Kumpel Matthias zu sagen, dass der Spieler mit der Nummer 2 ja ziemlich gut ist - köpft der Spieler mit der Nummer 2 völlig unnötig den Ball zur Ecke raus.

Ecke vom Drecksverein und Tor.

Bochum wieder am Drücker, um den Ausgleich zu machen. Hinten rutscht ein VfL-Spieler völlig unbedrängt weg. Den ersten Schuss von Hannover kann der Torwart noch abwehren, dann aber Nachschuss und wieder Tor für den Drecksverein.

Immerhin fiel zwar noch der Anschlusstreffer und eigentlich wäre in der 90. Minute sogar noch der Ausgleich möglich gewesen (... meine Oma hätte ihn reingemacht ...😁), aber so war es dann leider eine Niederlage.

Man muss es akzeptieren.

Aber jetzt mal ein Lob an die Bochumer Auswärtsfans. Bochum liegt ja nun auch nicht gerade um die Ecke und die waren trotzdem mit etlichen Tausend Fans angereist und füllten gleich mehrere Blöcke auf der Südtribüne. Und sie haben das ganze Spiel hindurch ziemlich lautstark gesungen und ihre Mannschaft angefeuert. Gelernt habe ich dabei, dass Bochum

a. der geilste Club der Welt ist

b. die beste Bratwurst hat

c. angeblich genauso miese Toiletten hat wie in Hannover (wobei die in Bochum jetzt renoviert werden sollen. In der Drecksstadt wohl eher nicht).

Und was mich immer wieder freut, ist dieser Ruhrpottdialekt. Der Typ hinter uns: "Datt is'n Fußballer! Datt siehste den soffort an!" "Kerl, da musse auch ma' durchziehen, Mann!" "Flank' domma rein!"

Herrlich!

Klar war übrigens auch, dass die Bochumer natürlich Fiege-Pils im Bus haben. Denn ein echter Bochumer trinkt wahrscheinlich nichts anderes als das Bier ihrer Traditionsbrauerei.

Bis auf das Ergebnis hat also alles gepasst. War ein schöner Nachmittag. Und ich habe mich dann auf den Weg zum Zug gemacht.



Der erste Zug stand zwar noch, als ich kam. Er war aber schon randvoll und deshalb beschloss ich dann, erst mit der nächsten S-Bahn bis Eldagsen zu fahren. Und so habe ich dann auf dem Bahnhof "Linden/Fischerhof" noch einen netten Polizisten kennengelernt. Nett deshalb, weil er mich erstens nicht festgenommen hat und weil er zweitens aus Rinteln kommt ... 😁

Ich wollte mich bei denen eigentlich nur für ihre Arbeit bedanken. Und dann haben wir uns eine ganze Weile unterhalten. Man kann ja nur höchsten Respekt haben, dass die das jedes Wochenende machen und sich da mit den Idioten rumärgern müssen, die sich wegen Alkohol oder Drogen bekloppt verhalten oder einfach auch nur, weil die Schaukel früher zu nah an der Hauswand stand. Und die Bezahlung dafür ist dann auch nicht so prickelnd ...

Der nächste Zug kam auch zu spät und mit dem Auto musste ich dann auch noch einen kleinen Umweg fahren, weil die A2 zwischen Lauenau und Bad Eilsen völlig überraschend dicht war - ich glaube, das hatten wir vorher noch nie ... 😁  

 

 

Kommentare

Anonym hat gesagt…
Den Stau vor Bad Eilsen hatten wir im Bus auch. Zunächst wollte der Busfahrer den umfahren, hat aber schnell gemerkt, dass die Nebenstrecken genau so voll waren. Ursache des Staus war eine Baustelle, vor der der Verkehr von 3 auf 1 Spur reduziert wurde. Die Rückfahrt hat dann 1,5 h länger als die Hinfahrt gedauert.
Um 20.30 kamen wir dann in Bochum an, kurz vor 9 war ich dann zu Hause.
Auch wenn es mit einem VfL-Sieg nicht hingehauen hat, war es ein schöner Tag.
Vielleicht klappt's in Bielefeld ja besser :-)
Bis dann
Matthias
klaus fischer hat gesagt…
Wäre ich mit im Bus gewesen, dann hätte ich euch die "Schleichwege" zeigen können. Wenn man fast 30 Jahre im Auetal neben der A2 gewohnt hat, dann kennt man auch die Wege, die das Navi nicht anzeigt.
Aber schön, dass ihr - wenn auch spät - gut angekommen seid.
War ein wirklich schöner Tag (bis auf das Spielergebnis).