Nach der Wahl ist nach der Wahl

Man stelle sich mal vor, statt der CDU wäre die AfD mit 4,9 % bei einer Wahl ganz knapp an der 5-%-Hürde gescheitert. Das Internet wäre voll von rechten Verschwörungstheorien von AfD-Groupies, viele von ihnen würden Wahlmanipulation unterstellen und der eine oder andere hätte dann sicherlich auch gewalttätige Umsturzphantasien geäußert. Bei den Blaubraunen oder auch beim BSW läuft das ja schon genauso wie bei Trump. Wenn sie gewinnen, dann war es eine Super-Wahl. Wenn sie verlieren, dann war es angeblich Beschiss. Gilt übrigens nicht nur bei Wahlen, sondern auch bei Gerichtsentscheidungen ...

Dass die Linke in Berlin gewonnen hat, erfüllt mich allerdings auch ganz bestimmt nicht mit Freude. Da ist mir - neben einigen schwachsinnigen Forderungen und Plänen zur "Vergesellschaftung" von Wohneigentum und ähnlichem kommunistischem Gedöns - auch zu viel Nähe zu palästinensischen Extremisten, die dem Staat Israel sein Existenzrecht absprechen möchten.

 

Und noch eine Bemerkung: Mit politischen Kommentaren verliere ich immer mal wieder Leser, die es anders sehen als ich. Und manche anderen wollen vielleicht auch einfach nur den witzigen Klaus, der mal wieder von seinem chaotischen Leben berichtet und sich aus der Politik raushält.

Ja, vielleicht wäre das cleverer ... aber, mal ehrlich: Ich habe jetzt mein ganzes Leben lang meine Meinung gesagt, auch wenn es Nachteile für mich hatte. Ich habe gute Bekannte verloren, weil ich auch bei unangenehmen Themen nicht die Klappe gehalten habe. Clever im Sinne von "einfach mal die Fresse halten" war ich da noch nie. Und trotz einer gewissen Altersmilde und Gelassenheit werde ich das wohl auch nicht mehr ... Deshalb müsst ihr das ab und zu ertragen, wenn ihr Leser meines Blogs bleiben wollt.

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