Morgen früh geht es los in Richtung Berlin. Irgendwie schafft dieser Marathon es jedes Jahr, mich nervös zu machen. Auch wenn es für mich nicht mehr um eigene Bestzeiten und Rekorde geht.
Aber dann flippst du doch tagelang vorher rum, packst irgendwelche Sachen in den Koffer, holst sie wieder raus und packst andere Sachen ein. Und ich weiß schon jetzt, dass ich mich morgen bei der Startnummernabholung im Gedränge wieder frage, warum ich mir diesen Mist eigentlich noch antue. Aber spätestens am Sonntag, wenn ich den Fußweg vom Hauptbahnhof zum Startgelände vor dem Reichstag mache, dann ist die Gänsehaut, die positive Anspannung und dieses Glücksgefühl wieder da.
Ich werde wieder viel zu früh im Startbereich sein, weil ich die Ruhe dort genießen möchte, bevor die Straße des 17. Juni richtig voll wird. Irgendwann steht man dann im Startbereich, geht noch etwa achtmal raus, weil man schon wieder aufs Klo muss und hüpft dann nach der Rückkehr nervös auf der Stelle wie ein Eichhörnchen auf Ecstasy.
Bis kurz vor dem Start die Musik von "Sirius" (von Alan Parson's Projekt) kommt. Dann könnte man irgendwie vor Glück fast heulen, weil man weiß, es geht los ... 42 Kilometer, die am Schluss dann immer sehr anstrengend werden. Aber wenn man so bekloppt ist, sich dafür anzumelden, dann muss man da durch. Ich glaube, ich bin READY!

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