Original:
Wie es sich anfühlt:
Ich sag ja immer: Wandern ist wie Golf! Nur ohne den lächerlichen Schwachsinn mit den Bällen ...
Muss man sich eigentlich als fast 64-jähriger Mann noch auf "Naturerlebnispfaden" durchs Gebüsch wühlen? Nein, muss man nicht! Man kann stattdessen auch mit dem SUV durch die Gegend fahren oder die Kiesel im Steingarten mit dem Hochdruckreiniger polieren. Oder halt mit dem E-Bike für 6.000 EUR zu Bernd's Bratwurstparadies fahren und die mühsam abgestrampelten 12 Kalorien mit 'ner doppelten Curry und Pommes rotweiß wieder auffüllen ...
Aber ich gehe gerne durch den Wald. Ich genieße die Ruhe (wenn ich sie habe), ich freue mich über coole Wege, die ich noch nicht kannte und ich mache meist einen großen Bogen um irgendwelche Ausflugslokale.
Einer der Gründe dafür ist sicher, dass es sich irgendwie nochmal so anfühlt wie damals vor fast sechzig Jahren, als ich mit meinem Bruder und meinem Kumpel in Lohfeld durch den Wald gezogen bin. Immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer. Wir haben aus Bächen getrunken, Sauerampfer von der Wiese gegessen, Wunden einfach bluten lassen (dafür ist doch keiner nach Hause gegangen ...) und es war uns völlig egal, ob wir im Regen mal so richtig nass geworden sind.
Und das fühlt sich heute noch ein bisschen so ähnlich an. Deshalb mache ich das ...


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