Vor einem Marathon muss man einige sogenannte "lange Läufe" oder neudeutsch "longruns" machen. Ich mochte diese Läufe über etwa 30 km noch nie so besonders, auch wenn ich früher schneller fertig war als heutzutage.

Vor gut zwanzig Jahren habe ich einige Jahre lang diese Läufe meistens mit meinem Laufkumpel "Kassi" gemacht und dann war es eigentlich immer gut. Denn zu zweit hat man gelabert und Spaß gehabt und wir haben irgendwie an jedem kleinen Anstieg dann so eine unausgesprochene Challenge gehabt, dass wir da schneller wurden, um zu gucken, ob der andere noch mithält. Leider musste Kassi dann wegen einer Knie-OP das Laufen aufgeben und deshalb bin ich seitdem alleine unterwegs.

Und 30 km können da schon etwas öde sein, auch wenn man natürlich zwischendurch spannende Sachen erlebt ... zum Beispiel, dass ein Stein im Schuh nervt ... oder ein E-Biker ... oder eine Horde von E-Bikern ...

Heute habe ich den 30-km-Lauf nicht im Wald, sondern wegen der angenehm kühlen Temperatur auf meiner "Weser-Strecke" über Ahe und Deckbergen bis kurz vor Hessisch Oldendorf gemacht. Beim Rückweg wie immer etwas Gegenwind, aber es gibt für mich einfach keine schöne Strecke, die erst nach Westen und dann (mit Rückenwind) wieder zurück führt.

Mittlerweile bin ich auf diesen Trainingsstrecken halt ziemlich langsam unterwegs, aber ich konnte komplett durchlaufen und das ist auch schon ein Erfolg. Mein Sohn, der mir bei km 29 mit dem Rad (nein, kein E-Bike ... 😁) meinte, ich hätte eigentlich noch ganz fröhlich ausgesehen ...

So richtig fröhlich war ich dann aber erst, als ich mir zu Hause die verdiente Cola reingezogen hatte und auf dem Sofa lag ... 😁


  

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