Die Wanderungen von Forrest Klaus - Teil 4

 

Die Wanderung zur Porta Westfalica habe ich ja nun schön öfter gemacht. Das liegt daran, dass die Strecke durch meine alte Heimat oberhalb von Lohfeld führt, wo ich bis zu meinem 14. Lebensjahr gewohnt habe.

Und darüber hinaus gibt es von Rinteln aus jetzt auch nicht sooooo viele Alternativen mit guten Wanderstrecken, wenn man nicht erst lange mit dem Auto unterwegs sein will.

Apropos Auto. In diesem Fall habe ich mir aber den Luxus erlaubt, mit dem Auto zumindest den ersten großen Anstieg zu machen und mein Luxusfahrzeug dann bei Wandersruh abzustellen. Dadurch war die heutige Strecke dann auch nur 18,8 km lang.

Hinweg: Südlicher Wanderweg bis "Mettwurst Möller", dann durch "unser Gebiet" bei Lohfeld und schließlich bis Hausberge - vorbei an dem ehemaligen Lager für Zwangsarbeiterinnen. Immer, wenn ich dort die Hinweisschilder sehe, frage ich mich wieder, wie es eigentlich sein kann, dass 30 % der Deutschen die AfD wählen ...

Bei der Porta-Kanzel mit Blick auf das Kaiser-Wilhelm-Denkmal und die Weser war ich leider nicht alleine, weil eine Raucherin auch gerade da war, die ihren Sch****-Kippenqualm da überall verblasen musste. Aus dem Grund bin ich dann schnell weiter.

Der Rückweg führte dann oben auf dem Kammweg lang. Man kommt bei Korffs Quelle vorbei, die aber im Gegensatz zu früher kein Highlight mehr ist. Dann an der Starfighter-Absturzstelle und dem Gedenkstein. Und kurz danach war es ja dann auch geschafft.

Fazit: Immer wieder eine Strecke, die ich gerne gehe als "Wanderung zwischendurch". Anspruchsvoll, weil es viel rauf und runter geht, aber dafür meist ruhig ohne viele Leute (es sein denn, man latscht an einem Feiertag los).

Unsere leider ziemlich dunkle Geschichte scheint viele Menschen nicht mehr zu interessieren.

Felsdurchbruch ... keine Ahnung, wofür das gut war

Kleiner Steinbruch, der mich aber klettertechnisch überfordert hätte

... und dann die eigentlich wunderschöne Aussicht auf die Porta, wenn nicht diese Raucherin da die Luft verpestet hätte ... Wenn ich Kaiser Wilhelm wäre, dann gäb's keine Fluppen ...

   

Forrest Klaus - History

Die Porta Westfalica wurde im 18. Jahrhundert von Firma Trockenbau Kasallek gebaut, um endlich der Weser den direkten Zugang zur Nordsee zu geben und das Wasser nicht länger mühsam auf dem Landweg über die A2 nach Holland transportieren zu müssen. Städte wie Minden, Nienburg und Bremen profitierten davon, weil sie eigentlich schon immer gerne an der Weser liegen wollten. 

Eine der negativen Folgen war jedoch, dass sich an der Weser zahlreiche Campingplätze bildeten, auf denen zwielichtige Gestalten ihren sektiererischen Ritualen nachgingen. Die meisten davon heißen Alex!

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