Auch in diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, im Urlaub einige Wanderungen zu machen. Und natürlich werde ich in meinem Blog darüber berichten ...
Heute hatte ich mir relativ spontan überlegt, mal wieder jenseits der Porta, also hinter dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal zu wandern. Dort war ich schon im letzten Jahr unterwegs und hatte mich einmal mitten im Wald verfranzt und musste dann durch Dornenranken und Farne irgendwie versuchen, den Weg wiederzufinden.
In diesem Jahr wollte mich die komoot-App übrigens an der gleichen Stelle wieder verarschen, aber nicht mit mir. Ich bin deshalb zunächst weitergegangen und dann erst beim nächsten Weg abgebogen ... der auch in Dornenranken und Farnen endete, durch die ich dann durchkriechen musste. Aber egal. Ein bisschen "Forrest" ist ja auch nicht schlecht.
Geplant waren insgesamt gut 20 km, aus denen hinterher 21,3 km wurden. Nach einem heftigen Regenschauer zu Beginn meiner Wanderung (erst die leichte Wanderjacke angezogen, dann doch lieber die Regenjacke) war die restliche Wanderung dann trocken, also quasi "Kaiser-Wetter".
Dabei war ich nicht nur bei der sog. Margarethen-Klus, einer kleinen Kirche nahe der Wittekindsburg (die aber eigentlich nur ein großes Haus ist), sondern auch bei der Ausgrabungsstätte der sog. Kreuzkirche.
Deren Herkunft scheint noch nicht ganz geklärt zu sein. Diese Fundstätte wurde 1996 entdeckt und ausgegraben. Da es sich wegen der Kreuzform um eine sehr seltene Fundstelle handelt, ist sie mit einem Schutz aus Metall und Glas versehen. Dort gibt es auch einige Gräber, deren Herkunft aber wohl auch nicht ganz klar ist. Untersuchungen haben aber ergeben, dass es sich um das Grab einer Frau und ihrer Kinder handelt, man vermutet deshalb, dass es Leute aus einem Adelshaus sind. Für weitere Informationen (damit ihr auch mal was lernt ...) könnt ihr euch hier weiter informieren: https://www.gefao.de/unsere-engagements/kreuzkirche
Der Weg führte mich weiter vorbei am Gasthaus zum "Wilden Schmied" und dann noch einige km nach Westen. Der Wendepunkt war dann relativ unspektakulär an einer kleinen Straße. Ich hatte mir kein spezielles Ziel ausgesucht, sondern wollte nur auf insgesamt ungefähr 20 km kommen.
Dann wieder zurück und kurz danach folgte dann die oben bereits beschriebene "Off-road-Strecke" durch einen unberührten Naturwald, den ich jetzt zumindest stellenweise platt getreten habe (obwohl ich mich natürlich äußerst geschmeidig durch den Wald bewegen kann ...).
Heute waren auffallend viele Mountain-Biker unterwegs, die aber neben den normalen Wanderwegen einige wohl extra für sie angelegte Trails hatten. Eine Familie habe ich mehrfach getroffen, weil die beiden Söhne und die Mutter immer auf den Vater warten mussten, der beim Mountain-Bike-Fahren ungefähr so geübt schien wie ich auf der Geige ... Einmal hat er sich auch auf die Fresse gelegt, meinte dann aber, dass der "Stunt" eigentlich ganz gelungen war. Und ich habe ihn ermutigt: "Ja, sah super aus ..."
Dann ging es wieder zurück am Moltketurm vorbei. In diesem Jahr bin ich da nicht hochgegangen, weil ich schon bei meiner letzten Wanderung dort festgestellt hatte, dass man eigentlich auch oben nur Baumwipfel sieht.
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| Kaiser-Wilhelm-Denkmal ... sollte eigentlich eine Pyramide werden, aber Firma "Trockenbau Kasallek" hatte den falschen Entwurf ... |
Und schließlich kurz vor Schluss zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Natürlich war vorher klar, dass da jetzt jede Menge Touristen rumlaufen und deshalb habe ich nach vier, fünf schnellen Fotos den Bereich sofort wieder verlassen.
Ich musste anschließend dann nur noch den etwas längeren Weg zum kostenfreien Parkplatz gehen, denn am Hauptparkplatz oben muss man bezahlen ... und die können mich mal ... 😁
Abschließend noch ein Entwurf, falls ich die Stelle als "Kaiser" doch noch antrete:
Ich glaube, ich wäre ein toller Kaiser.
Am Freitag wäre Frikadellentag, die Reichen (außer natürlich der Kaiser) müssten höhere Steuern zahlen, um den Frikadellentag zu finanzieren und die Krankmeldung ab dem ersten Tag könnte man sich nicht nur beim Arzt, sondern auch an der Tankstelle abholen ...
Fazit: Eine Wanderstrecke mit einigen interessanten Bauwerken. Das Wandern dort ist aber schon ziemlich anstrengend, denn neben den größeren Steigungen, die auch von der komoot-App angezeigt werden, geht es "gefühlt" eigentlich immer irgendwie bergauf oder bergab. Das ist für moppelige Wanderer dann schon ziemlich anstrengend.






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