FIFA-Präsident Infantino ist ein Macht-Mensch. Er möchte gerne überall wichtig sein und letztlich auch bestimmen, wo es mit dem Fußball langgeht. In letzter Zeit geht es aber ziemlich häufig in die falsche Richtung. Nachdem sein Vorgänger Blatter noch die schwachsinnige Idee mit der WM in Qatar durchgeboxt hatte und Infantino dann derjenige war, der die Scheichs hofieren musste, dafür aber vermutlich ziemlich steuergünstig in Qatar gewohnt hat, dachte man zwischendurch: So blöd werden sie nicht nochmal sein.
Mittlerweile wissen wir es besser, weil die nächste bekloppte Wüsten-WM in Saudi-Arabien schon 2036 kommen wird.
Momentan wird Infantino trotz seiner Kriecherei inklusive Verleihung eines schwachsinnigen Friedenspreises von Trump trotzdem vorgeführt. Der lässt jetzt Fans, Funktionäre und sogar Schiedsrichter aus bestimmten Ländern nicht mehr rein (obwohl die Amerikaner das bei der Bewerbung versprochen haben) und macht die FIFA und auch die WM zur Lachnummer.
Das kann man traurig finden - mir tut es besonders für den Schiedsrichter aus Somalia leid, der sich intensiv vorbereitet und alle Einreisedokumente vorliegen hatte und dann trotzdem nach Hause geschickt wurde.
Man muss es ganz klar sagen: Die Amerikaner sind als Gastgeber der WM komplett untragbar und lächerlich. Den meisten US-Bürgern wird das genauso egal sein wie die WM an sich, aber es ist schade für die vielen Menschen, denen ihr Event dadurch kaputtgemacht wird.
Im Postillon spottet man noch, dass Trump Zölle gegen spielerische Gegner verhängt. Wäre irgendwann mal witzig gewesen, aber mittlerweile würde ich bei ihm nichtmal mehr das ausschließen.
Dass Infantino dabei auch lächerlich wirkt, hat er sich selbst zuzuschreiben.
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