Wal Timmy ist tot

Was Experten schon seit Wochen gesagt haben, ist wohl eingetreten. In Dänemark hat man einen Walkadaver gefunden, bei dem es sich vermutlich um den "geretteten" Wal handelt. Ich möchte an dieser Stelle wirklich nicht zynisch wirken, aber mein Gedanke war von Anfang an: Lasst den armen Wal in Ruhe sterben!

Stattdessen hat man die Meinungen von Fachleuten ignoriert, um eine ziemlich schwachsinnige "Rettungsaktion" durchzuführen und dabei den armen Wal noch wochenlang zu "bearbeiten". Ungefähr so, als würde man Opa trotz der gebrochenen Hüfte noch mal von der Palliativstation holen und mit ihm zu Möbel Heinrich fahren, weil es da Sitzbälle im Angebot gibt.

Glaubt mir, ich bin bestimmt dafür, ein Tier zu retten, wenn eine echte Chance besteht. Und ich selbst habe keine Ahnung, wann ein Wal noch eine Überlebenschance hat und wann nicht. Aber irgendwie haben nach meinem Empfinden ziemlich viele Experten sehr oft gesagt, dass der Wal nunmal leider sterben wird. Und das wollten ein paar "Tierfreunde" einfach nicht wahrhaben und haben mit viel Aufwand, viel Geld und einem unfassbaren Medienrummel wochenlang an diesem armen Wal rumexperimentiert. Sie haben es gut gemeint, das will ich ihnen glauben, aber es war schlecht gemacht.

Manchmal muss man akzeptieren, dass ein Lebewesen stirbt. Das ist nicht nur bei Menschen schwer, sondern natürlich auch bei Tieren.

Und wenn ich mir abschließend noch eine - jetzt doch zynische - Bemerkung erlauben darf: Wenn wir mit einem schwer kranken Obdachlosen oder in Not geratenen oder geflüchteten Menschen auch nur ansatzweise soviel Mitgefühl hätten und so viel Aufwand treiben würden wie mit Wal Timmy ... vielleicht sollten wir da auch mal drüber nachdenken ...   

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