Heute stand mein letzter langer Trainingsmarsch an, bevor ich mich in vierzehn Tagen dann beim 50 km Megamarsch versuche.
35 km sollten es werden. Und in diesem Fall möglichst flach und möglichst kühl. Aus diesem Grund hatte ich mir eine geeignete Strecke im Schaumburger Wald hinter Bückeburg ausgesucht. Morgens um 7 Uhr ging's los. Lieber früh, damit man nicht zu lange in der Mittagshitze geht.
Den ersten Teil der Strecke kannte ich schon, denn bei "Schloss Baum" hatten wir als Jugendliche einige Camps gemacht. Deshalb kannte ich auch die Grab-Pyramide, die etwas versteckt im Wald liegt.
[Lowpricelighter-History: Im Jahr 1124 reiste Graf Armhold von Schaumburg nach Ägypten, um dort Kamele für die Schaumburger Armee zu kaufen. Das Projekt scheiterte zwar, aber er lernte dort Sulhani, die wunderschöne Tochter des Sultans Rachmud von Lachgum kennen und heiratete sie (das war der Grund, warum die Sache mit den Kamelen scheiterte, denn er musste dem Sultan sämtliche Kamele als Brautpreis schenken, weil Sulhani halt ein ziemlich heißer Feger war ...
Lange Rede, kurzer Sinn. Die Frau wurde dann ziemlich schnell total dick und war eigentlich auch echt nervig, Aber Armhold liebte sie trotzdem, weil er ein sehr netter Adeliger war. Und deshalb spendierte er ihr zur Beerdigung eine Pyramide wie in ihrer Heimat ... die Pyramide wurde natürlich von Firma Trockenbau Kasallek errichtet ... https://www.youtube.com/watch?v=Jlg2gRz6Zxs ]
Kurz hinter Schloss Baum ging's für mich aber in bisher unerforschtes Gebiet. Zwischendurch gab's noch einen kleinen Disput mit einem Hundebesitzer, der seinen Border Collie überhaupt nicht unter Kontrolle hatte. Der Hund war friedlich, rannte aber hinter mir her in die Richtung, in die sein überfordertes Herrchen gar nicht wollte. Und deshalb brüllte der Typ den Hund an, was aber auch nichts nütze. Ich habe ihm dann empfohlen, es vielleicht mal im Wald mit einer Leine zu versuchen ...
Als Ziel hatte ich mir die Eisenbahnbrücke an der Ils ausgesucht, denn - mal ehrlich - jeder vernünftige Mensch will doch einmal im Leben an dieser Brücke gewesen sein. Diese Brücke liegt nordöstlich von Wiedensahl.
Wiedensahl? Da denkt man natürlich sofort an einen Künstler ... in diesem Fall bin nicht ich gemeint, denn ich war vorher noch nie in Wiedensahl ... anderes Thema ... nee, Wiedensahl war die Heimat von Wilhelm Busch, dem berühmten Schriftsteller und Maler. Nur, damit ihr auch was lernt! 😁
Der ist früher dort wohl ziemlich oft durch die Wälder gewandert und hat Zeichnungen der Landschaft angefertigt ... mache ich ja ähnlich, nur dass ich lieber Fotos mache, weil ich einfach scheiße malen kann.
Ich sag mal so: Die Eisenbahnbrücke über die Ils ist jetzt nicht so der Knaller, für den man unbedingt aus Übersee anreisen müsste. Die Eisenbahnlinie wurde vermutlich auch schon etwas länger nicht mehr benutzt ... trotz Deutschland-Ticket.
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| Die Brücke |
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| Der Klaus |
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| Die Schuhe ... im Matsch |
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| Einige Exemplare der vom Aussterben bedrohten Kanalpalme |
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| Rückweg am Kanal |
Für den Rückweg hatte ich mir einen leicht anderen Weg ausgesucht und ging einige Kilometer am Mittellandkanal entlang. Man konnte also die Fischbrötchen fast schon riechen ... 😁
Heute war die Hitze nicht so schlimm wie am letzten Samstag und außerdem hatte ich auch genug Getränke dabei. Wenn überhaupt, dann fehlte eher das Essen, denn ich hatte zwar vier Müsliriegel, aber die waren schon morgens weg. Vielleicht wäre das mit den Fischbrötchen wirklich ganz schön gewesen.
Aber ich hatte wirklich einen guten Tag erwischt, denn bis km 33 kam ich problemlos. Die letzten zwei Kilometer wurde dann der welke Körper etwas müde. Aber ich glaube, der macht halt - analog zum Marathon - immer nur genau so viel, wie er muss, um ins Ziel zu kommen.
Hat heute gut geklappt und ich habe 35 km in 6:36 Stunden und mit einem Durchschnittstempo von 5,3 km pro Stunde geschafft.
Der Megamarsch kann kommen ...









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