Musik der Sterne

Dies ist die einzig wirklich ernst zu nehmende Rezension des Buches "Musik der Sterne" von Rainer Buck

 

Als ich mitbekommen habe, dass mein Schriftstellerkumpel Rainer ein neues Buch geschrieben hat, war natürlich klar, dass ich das kaufen muss. Nee, ich "muss" das nicht, aber irgendwie gehört das für mich auch dazu, die Werke von befreundeten Künstlern zu würdigen.

Und dann las ich, dass das Buch von Joseph von Eichendorff handelt und ich dachte sofort: "Super, das war doch der Mittelfeldspieler von Schalke. Bestimmt spannend!" ... 😁

Nee, ich bin natürlich nicht blöd ... oder jedenfalls nicht SOOO blöd ... und wusste natürlich, dass Eichendorff ein bekannter Dichter und Schriftsteller ist. Das vielleicht bekannteste Werk taucht ja sogar auf jeder dritten Todesanzeige auf:

Und meine Seele spannte

weit ihre Flügel aus

Flog durch die stillen Lande

als flöge sie nach Haus

(Ich hatte an dieser Stelle erst gedacht, dass ich als Gag "... als flöge sie zu Klaus" schreibe. Wäre natürlich ein Brüller gewesen, aber irgendwie sträubte sich etwas in mir. Denn eigentlich ist das ein wunderbares Gedicht, das die Hoffnung auf die Ewigkeit reflektiert. Und das wollte ich dann nicht mit einem "Klaus"-Witz kaputt machen.

Außerdem sollte man in einer Zeit, in der sich ein amerikanischer Präsident mit Erlöser-Bildchen präsentiert, auch jeden Anschein vermeiden, sich selbst irgendwie in Bezug auf die Ewigkeit für wichtig zu halten ...)


Im Buch habe ich übrigens erfahren - und jetzt kommt dann doch wieder der Fischer-Humor durch - dass nicht nur Goethe, Heine und Klaus Fischer auf dem Brocken waren, sondern auch Eichendorff ... Das kann ja kein Zufall sein. Und wenn Rainer demnächst noch Bücher über das Leben von Goethe und Heine rausbringt, dann weiß ich im Prinzip auch, dass er ein Buch über mein Leben schreiben wird. Wir sind uns dreimal begegnet, also, wenn es einer weiß, dann er ...

Aber jetzt zum Buch.  

Ich habe es wirklich gerne gelesen. Der Weg vom jungen Baron über Jurastudium und Beamtenlaufbahn hin zum Schriftsteller ist ja eigentlich auch so ähnlich wie meiner. Nur dass ich eben kein Baron bin und auch kein Jurastudium habe. Und Schriftsteller bin ich eigentlich auch nicht ... Egal.

Ich finde das immer spannend, wenn man die manchmal sehr schwierigen Wege von bekannten Persönlichkeiten nachliest und dann feststellt, dass die auch mit Widerständen, Entmutigung und Rückschlägen zu kämpfen hatten. Rainer schreibt das in seinem Buch sehr gut lesbar. Auch wenn manche Original-Zitate sprachlich aus heutiger Sicht etwas komisch klingen, hat er es aus meiner Sicht verstanden, diese Zitate nur gelegentlich als Brücke zur damaligen Zeit einzusetzen und ansonsten in einem zeitgemäßen Erzählstil das Leben von Eichendorffs zu beschreiben. 

Falls jemand Interesse hat. Man kann es unter folgendem Link bestellen:

https://www.buchkatalog.de/musik-der-sterne-9783384851789 

 

Ach ja, wisst ihr, was als berühmtestes Gedicht von Klaus Fischer in die Geschichte der Schreibkunst eingehen wird? Mein Gedicht "Das Eheseminar" (erschienen im Buch "Sie nannten ihn Klaus und andere Gemeinheiten")

Das geht so:


 


  

 

    

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