Vor wenigen Minuten ist erstmalig ein Mensch bei einem Marathon-Wettkampf unter zwei Stunden gelaufen. Sabastian Sawe gewann den London-Marathon in 1:59:30 und unterbot damit den alten Weltrekord vom leider schon verstorbenen Kelvin Kiptum (2:00:35) um mehr als eine Minute.
Wichtig dabei! Diese beiden Zeiten wurden ohne meine Mitwirkung erzielt. Bei den davor gültigen acht (!) Weltrekorden seit 2003 war ich immer im Rennen dabei, weil die alle in Berlin erzielt wurden. (Siehe Grafik)
| 02:04:55 | Paul Tergat (KEN) | Berlin 2003 |
| 02:04:26 | Haile Gebrselassie (ETH) | Berlin 2007 |
| 02:03:59 | Haile Gebrselassie (ETH) | Berlin 2008 |
| 02:03:38 | Patrick Makau (KEN) | Berlin 2011 |
| 02:03:23 | Wilson Kipsang (KEN) | Berlin 2013 |
| 02:02:57 | Dennis Kimetto (KEN) | Berlin 2014 |
| 02:01:39 | Eliud Kipchoge (KEN) | Berlin 2018 |
| 02:01:09 | Eliud Kipchoge (KEN) | Berlin 2022 |
Also erstmal Gratulation an Sawe. Über viele Jahre hat man es für unmöglich gehalten, dass diese Schallmauer irgendwann durchbrochen wird. Aber in den letzten Jahren zeigte sich dann immer mehr, dass - unter anderem unterstützt von neuartigen Schuhen mit Carbonsohle - immer mehr Leute in diese Region vorstoßen.
An dieser Stelle möchte ich mir trotzdem den Hinweis erlauben, dass in letzter Zeit bedauerlicherweise auch sehr viele Spitzenläufer beim Doping erwischt wurden und dass es vielleicht auch etwas blauäugig ist, diese Erfolge der letzten Jahre immer nur dem Talent, den Trainingsverbesserungen und den Schuhen zuzuschieben. Und eigentlich sollte natürlich sowieso klar sein, dass ein Rekord ohne die Teilnahme von Klaus Fischer gar nicht zählen dürfte ...
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