CDU Generaldingsbums Linnemann möchte gerne den Spitzensteuersatz anheben, damit Menschen, die sehr viel Geld verdienen, etwas weniger Steuern zahlen. Gleichzeitig will er weitere Einschnitte beim Bürgergeld oder wie das jetzt heißt ... vielleicht Merz-Almosen oder Söder-Stütze. Er meint jedenfalls, es sei ungerecht, wenn Menschen schon ab 68.000 EUR den Spitzensteuersatz von 42 % bezahlen.
Nun, erstmal gilt der Spitzensteuersatz für Ledige (!) ab 69.879 EUR. Und bei Verheirateten sogar erst ab 139.758 EUR. Und dabei sollte man dann noch bedenken, dass man diesen Spitzensteuersatz dann nicht auf die kompletten fast 70.000 EUR oder 140.000 EUR zahlt, sondern nur für alles, was darüber hinausgeht.
Bei solchen Diskussionen denke ich dann immer so: Ja, klar. Das ist genau das Problem, um das wir uns hier in Deutschland als Erstes kümmern müssen. Wenn jemand mit 150.000 EUR Gehalt im Edeka steht und weinend einen Joghurtbecher in der Hand hält, bevor er ihn wieder zurückstellt, weil die 0,59 EUR wegen des Spitzensteuersatzes einfach nicht mehr drin sind. Vielleicht könnte man dann wenigstens eine Express-Kasse einführen für Spitzensteuersatzzahler, damit sie im Auto heulen können ...
Nur zur Klarstellung: Kein Mensch zahlt gerne Steuern. Ich auch nicht! Aber es kann nicht sein, dass wir gerade jetzt in dieser Zeit ständig mit Entlastungen für Top-Verdiener anfangen, während Menschen mit kleinen Einkommen durch Kürzungen, durch Erhöhung von Krankenversicherungsbeiträgen, durch explodierende Mieten und Nebenkosten ums finanzielle Überleben kämpfen. Und denen wird dann zur Belohnung noch vom Kanzler gesagt, dass sie mehr arbeiten sollen und später in Rente, weil sie alle faule Säcke sind.
Ist doch wahr!

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