Montag, 20. November 2017

Jamaika kann doch nicht so schwierig sein ...

Meine Frau und ich haben uns in wesentlichen Punkten bezüglich der Renovierung unseres Hauses geeinigt. Das war auch nicht immer einfach, aber es hat funktioniert.
Unsere "Jamaika"-Experten in Berlin kriegen das komischerweise nicht hin (... und ich kann in diesem Zusammenhang sagen, dass meine Frau garantiert ein härterer Verhandlungspartner ist als Özdemir oder Lindner ... ;-) ). Die Frage, die ich mir da seit Tagen oder eigentlich schon seit Wochen stelle, ist folgende: Wollen die überhaupt wirklich oder geht es eigentlich nur darum, mal ordentlich wichtig sein zu können? (Das sind eigentlich ja schon zwei Fragen, aber egal ...).
Neuwahlen wären wohl so ziemlich das Mieseste, was uns passieren könnte, denn erstens müsste ich dann mitten in der Renovierung mein neues Wahllokal suchen und zweitens würde die AfD vermutlich dann noch mehr Frustrierte einsammeln. Das sollten sich insbesondere auch mal die Hardliner der CSU sagen, die gerade verzweifelt versuchen, sich schon mit ihren Bierzeltparolen für die Landtagswahl im nächsten Jahr zu positionieren.
So, und jetzt zurück zum eigentlich wichtigen Thema. Heute Abend kommt der Fliesenleger, um ein Angebot zu machen ...

P.S.: Nachtrag aus der Frühstückspause
Deutschland braucht eine stabile Regierung. Von daher kann ich die Jubelorgien der AfD über die gescheiterten Verhandlungen mal wieder überhaupt nicht verstehen. Aber bei der AfD verstehe ich eigentlich sowieso nie irgendwas ...
Neuwahlen würden wieder mehrere Monate Stillstand und Parteienzankereien bedeuten. Monate, in denen fast nichts entschieden wird und sich fast alle Politiker nur ihre Hintern in den Talkshows breitsitzen, um auf weitere Provokationen der Rechten zu reagieren. Das brauchen wir nicht. Es gibt viele wichtige Dinge, die auf den Weg gebracht werden müssten. Zum Beispiel die Wohnungsnot in den Großstädten, die Altersarmut, der Friede in Europa und vor allem in Bezug auf den Konflikt der USA mit Nordkorea, die Haltung zu Russland, eine gerechtere Besteuerung (Höherbelastung der Reichen, Entlastung bei den Geringverdienern), Anhebung des Mindestlohns, zielgerichtete und menschliche Flüchtlingspolitik, Stärkung von Polizei im Zusammenhang mit Terrorgefahr von rechts und aus islamistischen Kreisen, Verbesserung der Gesundheitspolitik, Verbesserung der Pflegepolitik und - nicht zuletzt - mehr Handwerker, die unser Badezimmer fertigstellen können ...
Man sieht also, da ist reichlich zu tun und garantiert keine Zeit für noch einen weiteren nervigen Wahlkampf.

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