Sonntag, 13. Januar 2019

An meine frommen Freunde ...

In den letzten Jahren hatte ich keine Musik in der Gemeinde gemacht. Und ich habe mich oft genug dabei erwischt, dass ich kritisch war und solche Sachen dachte wie "Da sind sie aus dem Takt", "Das ist zu langsam", "Das ist zu schnell" oder - und dann wird es richtig schwierig - "Der eine ist zu schnell und der andere zu langsam ...".
Jetzt übe ich seit einigen Wochen im Musikteam unserer Gemeinde mit und merke mal wieder aktiv, wie viel Liebe, Zeit, Energie, Herzblut und Hingabe dazu nötig ist, sonntags  die Lieder so zu spielen, dass es nicht als moderne Christenverfolgung gewertet werden könnte.
Viele Leute werden dich selten oder nie loben, wenn du in der Gemeinde Musik machst. Sie werden sich drüber aufregen, dass es zu laut oder zu leise (meist zu laut), zu schnell oder zu langsam, zu modern oder zu altmodisch, zu hoch oder zu englisch, zu viel oder zu wenig Hillsong oder schlicht und einfach "Für mich war das nichts..." war. (Apropos "Für mich war das nichts!" ... Muss es ja auch nicht, denn es war ja nicht für dich, sondern für Gott ...)
Da ich jetzt wieder weiß, wie es sich anfühlt, wenn man den nächsten Song zwar achtmal geübt hat, aber trotzdem nicht sicher ist, ob man ihn in der Aufregung am Sonntag richtig gut hinkriegt, möchte ich euch ermutigen: "Lobt mal wieder (oder erstmalig) euer Musikteam!"
Seid dankbar, dass es Leute gibt, die sich Mühe geben und die viel Freizeit und meist auch Geld dafür aufwenden, dass sie am Sonntag zur Ehre Gottes singen und spielen. Schenkt ihnen ein Lächeln, klopft ihnen auf die Schultern (wenn sie so alt sind wie ich, dann ein bisschen vorsichtiger, denn die Schulter zwackt ja auch meist schon ...) oder steckt ihnen einfach mal 1.000 EUR für eine neue Gitarre zu ... Das wäre schön!

Nachtrag vom 14.01: Da mal wieder jemand den Witz mit den 1.000 EUR nicht verstanden hat! Nein, ich wollte nicht irgendwen um Geld anbetteln. Und ich habe auch schon mehrere Gitarren. Und falls ich noch eine brauche, dann werde ich sie selber bezahlen können. Ihr müsst mir also nichts schenken ... außer bitte, bitte, dass ihr meine wirklich wahnsinnig witzigen Wahnsinns-Witze wirklich witzig findet, auch wenn mal kein Smiley dran ist ... bitte ...

Samstag, 12. Januar 2019

Kettensägen sind was Feines ...

Der Walnussbaum war grundsätzlich schön und er lieferte uns auch - das überrascht jetzt nicht unbedingt - Walnüsse! Aber er stand eindeutig an der falschen Stelle. Zu nah am Haus und zu nah an der Terrassenüberdachung. Bei einem Sturm bestand also die Gefahr, dass das Teil entweder komplett oder zumindest teilweise aufs Haus knallt.
Die Betonung liegt auf "bestand", denn heute fiel er den Holzfällerarbeiten zum Opfer, die von meiner Frau und mir mit der Kettensäge erfolgreich durchgeführt wurden. Mit "erfolgreich" meinen wir, dass alle Finger und Beine bei uns nach wie vor am richtigen Platz sind und dass auch niemand einen Ast oder Baumstamm auf die Birne gekriegt hat. Apropos Birne! Die kommt als nächstes dran ...

Symbolbild eines Walnussbaumes, der in einem komischen Garten etwas unglücklich auf eine Yucca-Pflanze gefallen ist. Das hat aber selbstverstänlich nichts mit meiner Geschichte zu tun, auch wenn man im Hintergrund einen kleinen Birnbaum sieht ...

Donnerstag, 10. Januar 2019

Lowpricelighter-Outtakes


Übrigens ...

Für alle, die es noch nicht wussten: Finanzbeamte und Hebammen sagen manchmal fast das gleiche, zum Beispiel: "Das wird jetzt etwas weh tun, aber hinterher fühlen Sie sich besser!"

Samstag, 5. Januar 2019

Noten!

In meinem neuen Musikteam spielen einige Leute nach Noten. NACH NOTEN! Das ist doch fies. Ich meine, wie soll ich denn da Eindruck machen, wenn ich als Gitarrist immer nur fragen kann: "Geht das auch in G-Dur?" ;-)



#ichspielenachgefuehl

Freitag, 4. Januar 2019

Hurra, hurra

Vor einigen Tagen wurde das meines Wissens erste Lowpricelighter-Buch nach Großbritannien verkauft. Das konnte ich gerade an der letzten Abrechnung sehen, in der ein Betrag in Britischen Pfund auftauchte.
Bleibt zu hoffen, dass der Käufer nicht nur seinen Kumpels von den Büchern erzählt, sondern möglichst auch gleich den Lowpricelighter noch ins Englische übersetzt. Auf jeden Fall kann es sich nur noch um Tage handeln, bis der endgültige Durchbruch bei unseren Freunden von der Insel bevorsteht. Erst Özil, dann Sané und jetzt ich ... Wahnsinn!

#lowpricelightertrotztdembrexit

Mittwoch, 2. Januar 2019

Wenn kein Sport kommt (Teil 38)


Da hat der alte Klaus mal ein paar Tage frei und dann muss er sich im Garten quälen und einen Nussbaum in ca. vier Meter Brennholz verwandeln. Hat denn da keiner Mitleid?
Um die traurigen Reaktionen aller Naturschützer und Baumfreunde zu mildern ... Ja, der Nussbaum hatte vorher ein schönes Leben ... aber er hatte sich irgendwann überlegt, zu den Nachbarn rüber zu wachsen (das war sein Fehler).
Und jetzt wird er im übernächsten Winter dafür sorgen, dass ich gemütlich vor dem warmen Ofen sitzen kann und weiterhin solche spannenden und wahnsinnig interessanten Geschichten (die Betonung liegt auf "wahnsinnig" ...) in meinen Blog schreiben kann.
Die Serie "Wenn kein Sport kommt" ist jetzt übrigens zu Ende (ooooooohhh ...), aber es gibt sicherlich dafür was anderes (aaaaaaahhh ...). Denn ab morgen muss ich wieder meiner Tätigkeit bei Deutschlands größtem Finanzdienstleister nachgehen ...


Dienstag, 1. Januar 2019

Wenn kein Sport kommt (Teil 14)

Wenn kein Sport im Fernsehen kommt, dann kann man eigentlich auch mal selber was machen. So zu Beginn des neuen Jahres sieht das natürlich ein bisschen nach "Der dicke alte Mann des frommen Laufsports hat mal wieder gute Vorsätze, die spätestens nächste Woche wieder verflogen sind". Aber egal! Denn einer meiner Vorsätze in den letzten Jahren war und ist immer wieder, dass es mir wumpe ist, was andere über mich denken.
Jedenfalls habe ich heute immerhin 7 KM geschafft. Etwas mehr wäre auch noch möglich gewesen (so etwa 300 Meter ...), aber wir wollen es ja nicht übertreiben. Denn schließlich möchte ich ja nicht auf der letzten Rille zu Hause ankommen. Was sollen denn sonst die Nachbarn denken?
Genau genommen kommt ja heute sogar Sport im Fernsehen, nämlich das Neujahrsspringen beim "Skihopsen". Ich habe das früher mal wirklich geliebt und mich immer auf die Vierschanzentournee gefreut. Bis irgendwann RTL die Übertragungsrechte hatte und dann nach jedem Sprung erstmal Werbung gezeigt hat. Das war mir dann zu blöd und da hatte ich keine Lust mehr. Ist bis heute so geblieben, obwohl mittlerweile wieder "normale" Sender diesen Sport zeigen.
Ich werde die Zeit stattdessen nutzen, um ein bisschen Gitarre zu üben. Denn schließlich soll (und will) ich demnächst wieder fromme Musik machen. Und die anderen sollen ja schließlich nicht gleich am Anfang denken, dass ich musikalisch die totale Bratwurst bin ...
Ihr seht, manchmal ist es mir doch nicht egal, was andere denken. 

Montag, 31. Dezember 2018

Wenn kein Sport kommt (Teil 8)

Wenn kein Sport kommt, dann kommt am Sonntag Abend wenigstens Football auf Pro7Maxx (also Kanal 33 auf der Fernbedienung ... ;-) ). Dort ging es an den letzten beiden Wochenenden um den Einzug in die Playoffs, nächste Woche dann die Wildcard Round (eine Art Achtelfinale), danach die Divisional Round (mit den Saints ... ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, aber die Saints sind meine Lieblingsmannschaft ...). Dann folgt noch das Championship Game (quasi das Halbfinale) und schließlich der Superbowl, also das Finale oder eben das Spiel aller Spiele im Football, bei dem alles super ist und deswegen heißt es auch nicht Normalbowl, sondern Superbowl ...
(Um die Verwirrung noch perfekt zu machen, kommt eine Woche vor dem Superbowl auch noch der Probowl, aber das ist nur eine Showveranstaltung der besten Spieler (die nicht am Superbowl teilnehmen) und hat eigentlich keine Bedeutung).
Falls noch Fragen sind ...

Ansonsten ist heute endlich Silvester und dafür ist die Erklärung eigentlich ganz einfach: Millionen Menschen fiebern einem eigentlich willkürlich festgelegten Moment entgegen, in dem das alte Jahr (in diesem Fall 2018) zu Ende geht und das neue Jahr (in diesem Fall 2019) beginnt. Und alle hoffen darauf, dass durch diesen willkürlich festgelegten Moment so ziemlich alles anders wird und dass man endlich mehr Glück hat. Denn dieses Glück hat quasi irgendwo hinter der Straßenecke gewartet und gedacht: "Nö, jetzt in 2018 geh ich da zu dem auch nicht mehr hin, da muss er alleine klarkommen. Aber nach diesem willkürlich festgelegten Moment um 0 Uhr, da ... ja, da ... wo isser denn jetzt eigentlich? Och, blöd ... na ja, dann eben 2020 ..."


Ich persönlich glaube daran, dass Gott jeden Tag bei mir ist - an glücklichen und weniger glücklichen Tagen. Und ich hoffe darauf, dass er an jedem neuen Tag mit seiner Gnade und seinem Segen da ist. Und genau diese Hoffnung, die wünsche ich euch auch. Also erstmal einen frohen 31.12 ... und sauft nicht so viel ... 


Sonntag, 30. Dezember 2018

Wenn kein Sport kommt (Teil 5)

Menschen sind unbarmherzig und fies! Sie nehmen keine Rücksicht auf andere und ziehen gnadenlos ihr Ding durch. Und in manchen Fällen scheint es ihnen sogar zu gefallen, wenn andere Menschen leiden müssen ...
Wie anders ist es zu erklären, dass in meiner Gemeinde auch heute noch - eine Woche nach Heiligabend - unbedingt Weihnachtslieder im Gottesdients gesungen werden mussten? Und zwar die mit den ganz, ganz fiesen Melodien und mindestens ungefähr vierzehn Strophen. Ja, hört das denn niemals auf?
Ja, ich habe es überlebt ... und ... ja, mittlerweile bin ich nach einer gehörigen Dosis Rockmusik (man sollte immer etwas youtube im Haus haben) wieder in der Spur. Und für's nächste Jahr muss ich mir einfach merken, dass man auch in der Woche nach Weihnachten noch nicht sicher ist vor moderner Christenverfolgung ...

 Klaus Fischer gibt sich RICHTIGE Musik auf die Ohren

Samstag, 29. Dezember 2018

Wenn kein Sport kommt (Teil 4)

Irgendwann muss man sich ja auch die guten Vorsätze überlegen, die man für den eigentlich völlig belanglosen und willkürlich festgesetzten Moment fasst, in dem ein neues Jahr beginnt. Da stehen wir dann alle, während irgendein Vollhonk in der Nachbarschaft sein Monatseinkommen für Böller und Raketen in einer Viertelstunde in die Luft jagt, und nehmen uns irgendwas tolles vor:
Mindestens fünfundsechzig Kilo abnehmen
Mehr Sport (oder besser gesagt: Überhaupt erstmal Sport)
Den Ehepartner nicht umbringen
Weniger fernsehen und dafür öfter den Blog von Klaus Fischer lesen
Keine Schweinenasen süßsauer bei dem verdächtig grinsenden Chinesen mehr essen
Gegen Krieg sein
Für die Abschaffung von Plastikstrohhalmen kämpfen und vorher aber noch einen Karton voll für alle anstehenden Kinder- und Enkelgeburtstage bunkern
Öfter mal bei Tante Jutta anrufen

und so weiter ... und so weiter

Mein guter Vorsatz, den ich schon heute, also noch 2018, in die Tat umgesetzt habe: Unbedingt mehr Kunstwerke erschaffen und aufhängen (... also die Kunstwerke ...)



In diesem Sinne ... oder in einem anderen: Alles Gute und Gottes Segen für 2019

Freitag, 28. Dezember 2018

Wenn kein Sport kommt (Teil 3)

Ich könnte sicher etwas fitter sein. Und ein, zwei Kilo Gewichtsverlust wären auch nicht so schlecht.
Aber! Warum schickt mir heute eine Kurklinik aus Süddeutschland einen Prospekt für 2019? Ich will nicht nach Süddeutschland und schon gar nicht in eine Kurklinik ...
Mir hat schon der dienstliche Aufenthalt in einem Kurhotel gereicht (das lag in der Nähe der Firma, die ich zu prüfen hatte und war außerdem so preiswert, dass es ins Anforderungsprofil meines Arbeitgebers passte, der uns aus unerfindlichen Gründen keine Luxushotels gestattet). Denn als ich dort mit meinem Koffer in den Fahrstuhl steigen wollte, kam mir ein Mann im Bademantel entgegen. Und das war mal wieder einer dieser Momente, der mich in meiner Meinung bestärkte, dass ich niemals freiwillig eine Kur machen möchte.
"Herr Fischer, wenn Sie Ihren Fenchel-Kümmel-Sud nicht trinken, dann gibt es eine Extra-Runde Nordic Walking ..."
"Herr Fischer, gehen Sie schon mal in Kabine drei. Der René-Detlef kommt dann gleich zur Massage der Reflexzonen ..."
"Du, Klaus, wir wollen hier beim Töpferkurs ja auch unsere innere Mitte finden. Wenn du da den Klumpen an die Wand wirfst, dann wirkt sich das aber suboptimal auf die Gruppe aus ..."
"Nein, Herr Fischer, heute Abend gucken wir nicht das Länderspiel, denn wir wollen gemeinsam in weißen Bademänteln mit Glöckchen durch den Wald tanzen ..."


Donnerstag, 27. Dezember 2018

Wenn kein Sport kommt (Teil 2)

Klar, man hätte sich ein Abo für DAZN holen und gestern die englische Liga gucken können. Kloppo gewinnt mit Liverpool, ManCity verliert mit Pep und so weiter. Und irgendwo lief auch was mit Handball und Eishockey und vermutlich kommt auch spätestens am Samstag wieder Skihopsen. Muss aber nicht sein.
Man kann nämlich auch mal gemütlich vor dem Ofen sitzen und dem Feuer beim Brennen zugucken. Und sich Gedanken machen, was man mit dem restlichen Leben so anfängt. Wobei das ja auch nicht so einfach ist, denn dieser Rest kann theoretisch nur noch eine Sekunde dauern oder auch vierzig Jahre. Und da sind die Möglichkeiten dann sehr unterschiedlich. (Klaus wird philosophisch, wenn er in den Ofen guckt ...)
Oder man schreddert endlich mal die restlichen Äste im Garten, damit der irgendwann wieder einigermaßen ordentlich aussieht. Also, was ICH so unter ordentlich verstehe ... unser Nachbar, der jeden Tag jedem einzelnen Blatt mit der Harke hinterherrennt, hat da sicherlich andere Vorstellungen. Aber dafür hat der keinen Ofen, in den er reingucken kann ... also jagt er Blätter. Ob er sich dabei auch Gedanken über den Sinn des Lebens macht, weiß ich aber noch nicht.
Ich finde mein Leben besser ... also mit Ofen und mit Blättern im Garten.


Mittwoch, 26. Dezember 2018

Wenn kein Sport kommt ...

Weihnachtsfernsehen ist irgendwie lustig. Vorgestern Abend gab es "Herr der Ringe" (kennt man alles schon, ist aber trotzdem irgendwie immer noch toll, zumindest manche Passagen) und "Rambo II" (kennt man auch schon, aber man kann natürlich immer noch was lernen, falls man mal im Urwald ein paar Kumpels befreien muss). Da ich um die Uhrzeit allein vor dem Fernseher war, schaltete ich zwischen beiden Filmen hin und her, bin dann irgendwann auch noch eingepennt und hatte schließlich den Überblick verloren, ob da gerade die Vietnamesen oder die Orks umgelegt werden ... (falls der Gag irgendwem zu rassistisch rüberkommt: Ich vergleiche nicht Vietnamesen mit Orks, sondern beschreibe nur meine träge Auffassungsgabe beim gleichzeitigen Betrachten von zwei Filmen ... der Gag ist also lustig!). Eines kann ich sicher sagen: Mit Rambo wäre da in Mittelerde sowieso einiges anders gelaufen!
Gestern Abend konnte man nach 22 Uhr eigentlich nur auf "Pearl Harbor" oder Helene Fischer treffen. Und das Gemetzel wollte ich mir nicht antun ... also dann lieber nur Pearl Harbor. Wo eine Frau sich zwischen zwei Männern entscheiden muss und irgendwie trotzdem beide liebt (... Ähnlichkeiten zu Helenchen sind rein zufällig. Mensch, wie konnte die ihren Frodo ... äh ... Flori ... man kommt da ja ganz durcheinander ...).
In diesem Sinne! Wenn wir morgen früh aufwachen, dann können wir sagen:  
I SURVIVED CHRISTMAS 2018!